ADOM: Ancient Domaines of Mystery

Ein Klassiker des Roguelike-Genres
ADOM (Ancient Domains of Mystery) ist eines der erfolgreichsten und tiefgründigsten Roguelike-Spiele, die es gibt. Erstmals 1994 veröffentlicht, verbindet ADOM klassische Roguelike-Elemente wie prozedural generierte Dungeons, Permadeath und turnbasierte Kämpfe mit einer dichten Story, komplexen Quests und einer lebendigen Spielwelt. Das Spiel besticht durch seine enorme Vielfalt: über 400 Monster, fast 800 Gegenstände mit unzähligen Varianten, ein ausgeklügeltes Magie- und Handwerkssystem, viele verschiedenen Rassen und Klassen und sogar ein Korruptionssystem, das den Charakter im Laufe des Spiels verändern kann – alles Elemente, die damals revolutionär waren und ADOM zu einem der „Big Five“ der Roguelike-Klassiker machten.
Eine Welt am Rande des Chaos
Der Spieler übernimmt die Rolle eines Helden in der Fantasy-Welt Ancardia, deren Ziel es ist, die Kräfte des Chaos aufzuhalten, die das Land bedrohen. Er beginnt seine Reise in der Nähe des Drakalor-Gebirges, wo seltsame Phänomene und das Auftreten von Chaos-Kreaturen die Bewohner beunruhigen. Im Laufe des Spiels trifft man auf zahlreiche NPCs, die Quests vergeben, Ratschläge geben oder sogar gegen den Spieler intrigieren. Die Welt ist voller Geheimnisse, verborgenem Wissens und moralischer Entscheidungen, die den Spielverlauf beeinflussen. Bemerkenswert ist, dass ADOM eines der ersten Roguelikes war, die eine echte Story und interaktive NPCs bot – etwas, das das Genre nachhaltig prägte.
Die Classic Version: Kultstatus kostenlos
Ursprünglich war das Spiel ein klassisches ASCII-Roguelike. Alles im Spiel wurde mittels Buchstaben, Ziffern und Symbolen dargestellt. Nach jahrelangem Stillstand bei der Entwicklung beschloss der Entwickler des Spiels, Thomas Biskup, 2012 eine Crowdfunding-Kampagne zu starten, um bekannte Fehler zu beheben und einige Spielmechaniken zu ergänzen, die viele Spieler vermisst hatten. Die Kampagne war ein so großer Erfolg, dass er mehrere Programmierer und Grafiker einstellen und mit ihnen das Spiel drei Jahre lang überarbeitet konnte. Die größte Veränderung war sicherlich die Einführung einer professionell gestalteten grafischen Oberfläche, die auch heute noch zu den besten des Genres zählt und einfach nur gut aussieht.
Im Januar 2019 erschien die letzte kostenlose Version 3.3.3. Das Spiel wurde auch danach noch weiterentwickelt, aber kommerziell bei Steam und GOG vertrieben. Die jetzt als "Classic" bezeichnete Gratisversion des Spiels war aber weiterhin zum Download verfügbar und ist bis heute kostenlos erhältlich.

"Leicht" ist anders
ADOM ist kein Spiel, das man einfach „mal nebenbei“ spielt. Die große Komplexität und der hohe Schwierigkeitsgrad können auf Einsteiger abschreckend wirken. Durch die Komplexität des Spiels, entsteht eine gewisse Lernkurve. Die Roguelike-Mechaniken, wie Permadeath, sorgen besonders am Anfang dafür, dass Spieler ihre Charaktere früh verlieren. Und stirbt der Charakter, ist das Spiel vorbei.
Andererseits macht gerade das den Reiz der Roguelikes aus. Wer durchhält, wird immer öfter mit befriedigenden Spielerlebnissen belohnt. Das Spiel ist nicht leicht und wirft einem keine billigen Erfolge hinterher. Dafür bekommt man aber das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben, wenn man nach vielen Versuchen endlich einen Boss besiegt oder den letzten Level in einem Dungeon geschafft hat.
Fazit: Ein Meisterwerk für Geduldige
ADOM ist ein Spiel für alle, die Tiefe, Herausforderung und eine lebendige Spielwelt schätzen. Wer bereit ist, sich auf die Komplexität einzulassen, wird mit einem der reichhaltigsten und lohnendsten Roguelike-Erlebnisse belohnt, die zu finden sind.
„ADOM ist nicht nur ein Spiel – es ist eine Reise.“
Fankommentar auf Steam
Download bei Indie DB für Win, Mac und Linux, ca. 520 MB
Offizielle Webseite :: Adom-Wiki bei Fandom